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| Deutscher Infografikdienst |
INFOGRAFIK, KARTOGRAPHIE, GIS Dipl. Ing. Oliver Hauptstock (MAS)
80% aller Informationen besitzen einen Raumbezug. Eine Karte ist eine maßstäblich verkleinerte, generalisierte und erläuterte Grundrißdarstellung von Erscheinungen und Sachverhalten der Erde in der Ebene. Welche Anforderungen werden an Karten gestellt? Sie soll richtig und vollständig, zweckentsprechend, klar, verständlich und lesbar sein. Pressekarten müssen schnell verständlich und lesbar sein, unterstützt den Text/ die Berichterstattung und Blickfang-Funktion (Eyecatcher) und sollten klein, kompakt und tagesaktuell sein. |
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Kartengrafik Die abstrakte Kartengrafik setzt sich aus den grafischen Grundelementen Punkt, Linie und Fläche zusammen. Sie gilt es dabei so anzuwenden, dass bei dem Kartenbenutzer eine möglichst zutreffende Vorstellung des Raumes entsteht. Oftmals werden jedoch bei der Kartenherstellung - aufgrund fehlender kartografischer Erfahrungen - wichtige kartografische Regeln missachtet:
- ungeeignete Wahl des Kartenausschnittes und des Maßstabes - keine Berücksichtigung der erwarteten Nordorientierung - falsche Farbwahl, Signaturen und Legenden - Generalsierung die nicht den Objektcharkter unterstützen - Objektauswahl und -klassifizierung nicht zweckgerichtet - zu hohe Inhaltsdichte - Fehler duch falsches oder altes Quellenmaterial - keine Berücksichtigung der grafischen Mindestgrößen - falsche Schriftplatzierung. |
Die meisten Fehler treten in den kartografischen Spezialgebieten der thematischen Karten und der Geländedarstellung auf. Problematisch ist auch die Benutzung von Datenbanken und Clipartsammlungen. Bei Karten aus Datenbanken (Geografischen Informationssystemen) mangelt es noch an grundlegenden Dingen wie Topologien oder Bezierkurven und einer richtigen Beschriftung.
Clipartkarten sind nur für einen bestimmten Zweck zu gebrauchen. Das Anpassen an eigene Bedürfnisse ist meist mit einem höheren Aufwand verbunden, als die Karte komplett neu zu erstellen, besonders wenn Objekte hinzugefügt werden müssen.
Karten können auch nicht beliebig skaliert (verkleinert und vergrößert) werden. Bei einer zu stark verkleinerten Karte fallen die Kartenzeichen unter die grafischen Mindestgrößen (Einschränkungen des menschlichen Sehvermögens und der drucktechnischen Verfahren), die Karte wird unbrauchbar.
Jede Karte ist daher eine generalisierte Darstellung. Einfluß auf den Grad der Generalisierung nimmt der Maßstab der Karte (festgelegt durch das Kartenformat und den Raum der abgebildet werden soll) und der Zweck. Besonderes für Pressekarten wichtig ist das Prinzip der Lesbarkeit zu Lasten der geometrische Genauigkeit und Vollständigkeit. |
Maßstabsbereiche und ihre Eigenschaften:
Kleine Maßstäbe - große inhaltliche und geometrische Generalisierung - stark reduzierter Inhalt, teilweise nur noch Grenzdarstellung - raumtreue Darstellung (ungefähre geografische Lage unter Berücksichtigung der Topologie) - Geländedarstellung und Gewässernetz sind tragendes Gerüst der Karte - starke Auswirkungen der Kartennetzprojektion auf das Erscheinungsbild der Karte. Starke Flächen-, Winkel- oder Längenverzerrungen Mittlere Maßstäbe - grundrißähnliche bis lagetreue/positionstreue Darstellung - Auswahl an Verkehrswegen, Städten, Gewässern Große Maßstäbe - grundrißtreue/maßstabstreue bis grundrißähnliche Darstellung - Wiedergabe von Verkehrswegen, Siedlung, Gewässer, Vegetation - Verkehrswege sind das tragende Gerüst der Karte - größte Inhalts-, Detaildichte - geringste inhaltliche Generalisierung - geringste geometrische Generalisierung |
Urheberrecht / Nutzung vorhandener Kartenwerke
Karten unterliegen als eigenschöpferische Leistung dem Urheberrecht (Recht auf Veröffentlichung, Vervielfältigung, Verbreitung und Verwertung). Eine Bearbeitung und Umgestaltung der Karte ist somit nur mit Einwilligung des Urhebers möglich. |
Eine weit verbreitete Praxis in den Medien, vorhandene Karten (amtliche topografische Karten, Wanderkarte, Stadtpläne) einzuscannen und abzudrucken ist daher ein ganz klarer Verstoß gegen das Urheberrecht. Im Allgemeinen werden hier von den amtlichen Behörden und Verlagen Lizenzgebühren verlangt die abhängig sind von Ausschnittsgröße und Druckauflage. Diese Gebühren können leicht die Kosten einer Neuzeichnung der Karte übersteigen. Mit dem Gebrauch dieser Karten sind auch weitere Nachteile verbunden: Der Inhalt ist nicht an den Zweck angepasst (meist zu viele Objekte), der Maßstab kann nicht verändert werden, Namen und Objekte werden an den Rändern einfach abgeschnitten, Farben, Schriften und Formate sind nicht mehr änderbar und somit nicht an das eigene Layout angepasst, durch den Scanvorgang kann es zu Moires im Druck kommen.
Pressekarte
Eine tagesaktuelle Produktion nach individuellen Vorgaben ist bei einem Großteil der Karten möglich. Angaben die wir für die Erstellung der Karte benötigen:
- Zweck/ Titel - Angabe des Ortes/ des abzubildenden Raumes - räumliche Besonderheiten die berücksichtigt werden sollten - Schriftarten, Farben (Sonderfarben), Layoutvorgaben - Größe (cm oder Pixel) - Ausgabemedium (Zeitung, Zeitschrift, Web) - Grundlagenmaterial/ Quellen |
Karten mit Geländedarstellung oder thematische Karten sind in der Gestaltung aufwändiger und benötigen daher mehr Vorlauf. Bei Geländedarstellungen muss zudem vorher abgeklärt werden ob geeignete Daten vorliegen (auch Höhenschummerungen wie sie teilweise als Clip-Art verkauft werden sind nicht in jedem Maßstab anwendbar/ Höhendaten sind teuer und nicht für jedes Gebiet verfügbar).
Kartenredaktion nach Ihren Vorgaben (je nach Auftragsvolumen): - Kartenidee - Grundlagenrecherche - Sichtung des Quellenmaterials - Kartenentwurf (Präsentationsentwurf/ Gestaltungsvarianten) - Kartenherstellung - Kartentechnik |
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Oliver Hauptstock Studium: Kartographie (Dipl.-Ing.) an der Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik (1991 -1996) Unigis (MAS) an der Universität Salzburg (1997 -1998)
Beruf: 1996 Freie Mitarbeit Ing.-Büro Harms (Kandel) - Stadtpläne/Straßenkarten 1997 Freie Mitarbeit Rheinpfalz-Zeitung (Ludwigshafen) - Infografik ab 1997 selbstständig Infografik - Kartographie - Gis
Schulungen: seit 1997 "Pessekarten" Journalistische Bildungszentrum Haus Busch, Hagen seit 2000 "Kartografie mit ArcView/ArcGis) STZ-Rottenburg seit 2000 "Kartografie mit ArcView) Fachhochschule Mainz seit 2001 "Kartografie mit ArcView/ArcGis) ZGIS - Salzburg
Schulung Kartografie in Theorie und Praxis (ArcView/Arcgis) innerhalb der Bildungsmaßnahme Geografische Informationssysteme (GIS) am Steinbeis-Transferzentrum Ressourcenmanagement und Geo-Information (STZ) der FH-Rottenburg. |
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